Erfahrungen & Bewertungen zu Plastische Chirurgie Dr. Giessler

Ursachen und Formen der Narbenbildung

Ursachen und Formen der Narbenbildung

Die Narbenbildung ist eine Reaktion des Körpers auf eine schwere Hautverletzung. Sie stellt die Schutzfunktion des Körpers wieder her, indem sie das zerstörte kollagene Netzwerk des betroffenen Hautareals durch Ersatzgewebe (Fibrose) ersetzt. Das Kollagen dieses Ersatzgewebes ist parallel angeordnet und nicht länger komplex verflochten wie das der gesunden Haut.

Dieses minderwertige Narbengewebe ist daher oft weniger elastisch. Daher kann eine Narbe (lateinisch cicatrix) dazu führen, dass sich die umgebende Haut verzieht. Mitunter entstehen dadurch sogar Bewegungseinschränkungen.

Problematisch und belastend ist die verstärkte Narbenbildung.

Sie kann mehrere Ursachen haben: eine besonders große und tiefe Wunde, eine Entzündung im Wundareal, unregelmäßige Wundränder, Narbenbildung im jüngeren Alter (vom 10. bis zum 30. Lebensjahr), hormonelle Einflüsse wie etwa in der Schwangerschaft oder eine genetische Disposition. Auch die Körperstelle spielt eine Rolle. Ist die Hautspannung erhöht, wie etwa am Dekolleté oder an den Schultern, steigt das Risiko für wulstige Narben oder Keloide.

Die verschiedenen Narbenformen

1. Instabile Narben

Eine instabile, einfach nicht abheilende Narbe entsteht als Folge einer beeinträchtigten Wundheilung. Auch an Stellen mit einer starken Hautspannung oder an beanspruchten Gelenken können sich instabile Narben mit immer wiederkehrenden Geschwüren und Einrissen bilden. Heilen diese lange nicht ab, kann sich daraus ein Narbenkarzinom, also eine Form von Hautkrebs, entwickeln. Daher ist bei dieser Narbenform oft eine chirurgische Entfernung mit einer anschließenden Hautverpflanzung oder Lappenplastik nötig.

2. Funktionell und kosmetisch störende Narben

Auch funktionell störende oder stark sichtbare Narben brauchen häufig eine Korrektur. So können etwa die normalen Hautspannungslinien kreuzende Narben die Funktion der Gelenke oder der Haut in diesem Areal beeinträchtigen. Gerade die Schrumpfnarbe (sklerotische Narbe) mit ihrem unelastischen, harten Gewebe kann bis zu einer Immobilisation führen. Kosmetisch störend sind solche Narben etwa im Gesicht.

3. Atrophe Narben

Bei der atrophen, eingesenkten Narbe werden bei der Wundheilung in der Lederhaut nicht ausreichend neue Bindegewebsfasern gebildet. Mögliche Ursachen sind etwa Entzündungen bei Windpocken oder Akne. Der Hautbereich zieht sich in Folge zusammen und schrumpft sozusagen. So entsteht eine unter dem Hautniveau liegende, grübchenartige Narbe.

4. Hypertrophe Narben

Bei der hypertrophen Narbe kommt es zum gegenteiligen Effekt: Die Narbe sinkt nicht ein, sondern wölbt sich kordelförmig und verdickt in rötlicher Farbe an der Oberfläche. Diese Narbenform entsteht meist in den ersten sechs Wochen der Wundheilung. Nach etwa zwei Jahren hat sie ihre endgültige Form erreicht, die sich nur selten spontan zurückbildet.

5. Keloide

Ein Keloid ist eine wulstige, rosarote oder rote Gewebewucherung, die sich im Narbengewebe bildet und oft mehrere Jahre über die Grenzen der Wundränder hinauswuchert. Keloide entstehen oft nach Verbrennungen, an Piercing-Einstichstellen, bei Akne, in OP-Narben oder an Einstichstellen von Impfungen. Tritt die familiär gehäufte Erscheinung an mehreren Haustellen auf, spricht man von Keloidismus.

Behandlungsmöglichkeiten von Narben

Narbenbildung auf der Hüfte

Narben lassen sich mit operativen und nicht-operativen Verfahren behandeln und unauffälliger machen.

Eine nicht-operative Standardtherapie ist die Unterspritzung mit Kortikosteroiden.

Die Unterspritzung mit Eigenfett regeneriert Narben und macht sie oft unauffälliger.

Auch Laserbehandlungen haben sich bei der Narbentherapie bewährt. Sie reduzieren im Narbengewebe die Sauerstoffzufuhr und verringern so die Narbendicke. Zudem kann die Haut durch gezielte, winzige Verletzungen zur Bildung von neuem Gewebe angeregt werden.

Bei der operativen Narbenkorrektur wird das Narbengewebe komplett entfernt. Die Wundränder werden möglichst ohne Spannung der Haut neu aneinandergenäht. Sind die Narbenareale sehr groß, ist oft eine Gewebeexpansion der umliegenden Hautareale mittels eines Silikonballons nötig. Meist lässt sich die operative Narbenkorrektur unter örtlicher Betäubung ambulant durchführen.

Zur effektiven Narbenbehandlung werden oft Kombinationen verschiedener Therapien eingesetzt. Damit lassen sich oft sehr gute Ergebnisse erzielen. Allerdings ist eine gänzliche Eliminierung von Narben bis heute nicht möglich.

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